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Dreikönigsspiel "Die Sterndeuter" von Carl Rütti


Einen weiteren Höhepunkt erreichte der Sternsinger-Chor Menzingen mit der Uraufführung einer Komposition von Carl Rütti: das Dreikönigsspiel "Die Sterndeuter", welches extra für die Menzinger Sternsinger komponiert wurde. Am Nachmittag des 3. Januar 1993 in der St. Matthias-Kirche in Steinhausen und am Abend in der Pfarrkirche St. Johannes in Menzingen wurde das Werk zusammen mit den Diliganten Consorten Unterägeri (Leitung: Constantin Bossard) erfolgreich einem interessierten Publikum vorgestellt.

Die Zuger Zeitung berichtete damals wie folgt darüber:
".. Bereits das instrumentale Vorspiel führt den Zuhörer in die geheimnisvolle Welt der Sterndeuter. Carl Rütti arrangiert die antiken Instrumente Flöten, Krummhörner, Cithara, Gambe und Schlaginstrument derart durchwegs geschickt, dass er die Dramaturgie des Textes spürbar steigern kann. Taktwechsel, rythmische Feinheiten (Synkopen und gezielte Sforzati) simulieren Ruhe und Bewegung.
Das Thema und seine konsequente Durchführung mit instrumentalen Kombinationen und den drei- bis sechsstimmig gesetzten Ober- und Unterstimmen des Chores, dem Rütti den Glanz des Blechbläsertrios aufsetzt, verdienen das Prädikat einer Einheit, in der sich der Kreis um die zentrale Handlung, vom Einzug bis zum Auszug der Sterndeuter, lückenlos schliesst.
Die Sternsinger Menzingen haben zusammen mit ihrem Leiter Edi Nussbaumer die Fleissaufgabe, eine nicht einfache Komposition zu interpretieren, hervorragend gelöst...."


Und die Zuger Nachrichten berichtete:
"..durch die abwechselnden Einsätze der Solisten, des Chores und der Schauspieler wirkt das Werk keinen Moment langweilig. Auch klanglich ist es sehr abwechslungsreich. Da sind einerseits die alten Instrumente wie Gambe, kleine Harfe, Krummhorn, Cornamusa und die verschiedenen Flöten, deren eher ungewohnten Klangfarben aufhorchen lassen und in einem interessanten Gegensatz stehen zu den Trompeten und den Posaunen.
Wie er alte und neuere Instrumente verwendet, so spielt Carl Rütti auch mit den Tonarten. Zu Beginn herrschen eindeutig die Kirchentonarten vor, Quint- und Oktavparallelen, Melismen, die für uns heute fremdartig klingenden, alten Harmonien versetzen einen in frühere Zeiten zurück. In der weiteren Entwicklung gewinnt das Dur- und Mollelement immer mehr an Bedeutung. Diese reizvolle Entwicklung wie auch der Gegensatz von ruhigem, einstimmigem Gesang und rhythmisch wilderem Chor- und Orchester-Tutti machen das Stück zu einem abgerundet wirkenden, farbigen Werk..."